Festgeld | Festgeldanlage

In der heutigen Zeit ist Sparen wichtiger denn je. Die staatlichen Leistungen in den wichtigen Bereichen Rente, Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit sind in den letzten Jahren rapide gesunken. Umso wichtiger ist es, sich privat abzusichern. Eine beliebte Form der Geldanlage ist das so genannte Festgeld. Im Gegensatz zu Aktien oder Fonds als Geldanlage hat der Kunde beim Festgeld keinerlei Risiken.

Festgeldanlage

Das Festgeld ist eine kurz- oder mittelfristige Kapitalanlage, bei der das Geld für einen vorher fest bestimmten Zeitraum angelegt wird. Das Konto, auf welchem das Festgeld angelegt wird, bezeichnet man als Terminal- oder Termingeldkonto. Ebenso wie die Dauer der Festgeldanlage wird auch der Zinssatz im Voraus festgelegt und ändert sich während der gesamten Zeit der Anlage nicht. Dies ist ein grundlegender Unterschied zum Tagesgeld, bei welchem die Banken den Zinssatz täglich ändern und an die jeweilige Marktsituation anpassen können.

Festgeld wird auch als Termingeld bezeichnet, da der angelegte Geldbetrag zu einem bestimmten Termin wieder ausgezahlt wird.

Die Mindestanlagezeit für das Festgeld beträgt 30 Tage, jedoch kann das Kapital auch deutlich länger festgeschrieben werden. Je länger das Geld angelegt wird, desto höher sind verständlicherweise die zu erwartenden Zinsen. Auch der Betrag der Festgeldeinlage bestimmt die Höhe der Zinsen. Die meisten Kreditinstitute schreiben für das Festgeld einen Mindestbetrag vor, der jedoch von Bank zu Bank variiert. Zum Zeitpunkt der Auszahlung sind die Zinsen vom Kapitalanleger zu versteuern.

Vorteile des Festgeldes gegenüber einem Sparbuch oder einem Girokonto sind die deutlich höheren Zinsen.

Das Festgeldkonto ist optimal für Personen, die längere Zeit nicht auf ihr Guthaben zurückgreifen müssen. Für Kunden, die täglich über ihr Kapital verfügen möchten, ist dagegen eine so genanntes Tagesgeldkonto empfehlenswerter. Hier kann der Bankkunde täglich ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist über sein Guthaben verfügen. Je nach Marktsituation ist es jedoch auch sinnvoll, sich für ein Tagesgeldkonto zu entscheiden, da in Niedrigzinszeiten die Zinsen für ein Festgeldkonto nicht wesentlich höher sind als die eines Tagesgeldkontos.

Ein weiterer Nachteil dieses beim Festgeld im Voraus festgelegten Zinssatzes ist, dass dieser sich auch nicht erhöht, wenn der Zinsmarkt besser steht: Steigen die Zinsen auf dem Markt, ändert sich der Zinssatz für das angelegte Geld nicht. Eine Festgeldanlage ist auch in einer fremden Währung möglich.